Master & Commander 2 -

Weiterhin kein Land in Sicht



"Master & Commander: Bis ans Ende der Welt" war einer der erfolgreichsten Filme des Jahres 2003. Nicht unbedingt vom kommerziellen Standpunkt aus gesehen (hier spielte der Film bei einem Budget von 150 Millionen US-Dollar nur 213 Millionen wieder ein), aber von den Auszeichnungen und Kritiken her. So war der Film u.a. zehn mal für den Oscar nominiert. Darüber hinaus sind bei der Internetseite "Rotten Tomatoes" 85% aller ausgewerteten Kritiken positiv - ein sehr guter Wert.

Doch leider haben positive Kritiken und gewonnene Preise allein noch kein Filmstudio jemals zu einer Fortsetzung bewegt. Das Ergebnis an den Kinokassen ist am Ende entscheidend. Nichtsdestotrotz ist bei "Master & Commander" immer wieder der Dreh eines Sequels im Gespräch. Hauptdarsteller Russell Crowe ist daran nicht ganz unschuldig. Und dies obwohl Crowe bisher noch nie eine Fortsetzung zu einem seiner Filme gedreht hat. Wie hat Crowe bei "Master & Commander" also seine Finger im Spiel? Im Jahr 2010 rief der gebürtige Neuseeländer via 'Twitter' die Fans des ersten Teils dazu auf, dem damaligen Vorstandsvorsitzendem vom Studio 'Fox' eine Email zu schreiben, um ihm darin mitzuteilen, wie sehr ein Sequel gewünscht wird. Und natürlich hat der Herr Vorstand nicht wenige Emails bekommen.

Die Motive hinter Crowes Aufruf? Er wünscht sich natürlich selbst wieder in die Rolle von Kapitän Jack Aubrey zu schlüpfen, denn Crowe ist großer Fan der literarischen Vorlage von "Master & Commander". Nach dem Dreh des Films, für den er erstmals eines der Bücher zur Hand genommen hat, hat er einfach weitergelesen. Und genug zu lesen gab es ja noch, schließlich umfasst die Romanreihe von Patrick O'Brian 20 Bände. In den Büchern hat er "viele wunderschöne Geschichten" entdeckt, die einer Verfilmung würdig wären. Dies verriet er kürzlich den Kollegen vom 'Collider'.

Einer dieser Geschichten auf die er anspielt ist wohl Buch 11, das im Deutschen den Titel "Hafen des Unglücks" trägt. In diesem trifft Jack Aubrey u.a. auf seinen unehelichen Sohn. Im Jahr 2009 hatte Crowe den Kollegen der "Associated Press" verraten, dass es bereits eine Drehbuchadaption hiervon gebe und dass man in sehr frühen Gesprächen für den Dreh sei. Nun, über diesen Status ist "Master & Commander 2" nie hinausgekommen. Nur wegen dem mittelmäßigen Einspielergebnis des ersten Teils? Crowe sagt nein. Es gäbe noch viel mehr Hindernisse zu überwinden. Da ist zum einen die Erbengemeinschaft von Patrick O'Brian, mit der man über die Filmrechte verhandeln müsste. Dann leidet eine mögliche Fortsetzung auch unter der kompliziertem Studio-Konstellation, mit der der erste Teil realisiert wurde. So waren seinerzeit nicht weniger als vier Studios an dem Dreh beteiligt (Goldwyn, Fox, Universal und Miramax). So viele Parteien wieder an einen Tisch zu bekommen, ist natürlich nicht einfach. Und so bleibt es wohl vorläufig beim Wunsch von Russell Crowe und der vielen Fans des ersten Films.



Quelle(n):  USA Today, Twitter und Collider
Author: owen13
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Erstellt am Freitag, den 30. September 2016